Herzlich willkommen. Von Herzen. Mit Schmerzen.

Wenn eulen heulen

Auf wie vielen Internetseiten wurden Sie bereits willkommen geheißen? Ich schätze, jede zweite Internetpräsenz überfällt unschuldige, nichtsahnende Besucher mit den Worten: Herzlich Willkommen auf unserer Homepage. Natürlich ist das falsch. Formal sowieso und inhaltlich meist auch.

Sobald diese Worte erscheinen, zucke ich leicht mit den Augenbrauen. Meist sind diese hingeworfenen Buchstaben nämlich nicht einmal korrekt geschrieben, geschweige denn ernst gemeint. Das wird spätestens klar, wenn ich mir die komplette, leider oft lieblos gestaltete Website anschaue. Da könnte man auch gleich schreiben: Kommense rein, kommense ran, hier werden Sie genauso verarscht wie nebenan. Macht aber keiner. Dafür das herzliche Willkommen, natürlich falsch geschrieben.

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Kummer am Bund

Indisches essen bathura wortfeiler

Ich liebe indisches Essen. Geben Sie mir ein höllisch scharfes Curry und Sie machen mich glücklich. Das Ganze können Sie problemlos steigern, wenn Sie dazu noch dieses unvergleichliche, aufgeblähte Brot reichen. Mein Frohlocken wird Sie umhauen! Dieses Brot heißt Bhatura und will gebacken werden. Es sollte nämlich Chicken Vindaloo geben. Mit indischem Brot, das wunderprächtig wie ein Kissen oder Ballon daherkommen sollte.

Damit es sich in heißem Ghee vorbildlich und von selbst aufbläht, bedarf es authentischer Vorbereitung, die in Form eines YouTube-Videos in mein Leben trat: Ein Sikh mit lächelnden Augen war der Überbringer des glückseligkeitbringenden Bhaturas, allerdings sprach er in fremden Zungen — bis auf die Worte Baking powder und Baking soda verstand ich nichts. Harpal Singh spricht nämlich Hindi und ich nicht. (Wer sich selbst überzeugen möchte, mag sich die Zubereitung von Bhatura selbst zu Gemüte führen.) Glücklicherweise wurde das Rezept in englischer Sprache eingeblendet, sodass es Curry Chicken Vindaloo mit Bhatura gab! (Rollen Sie es unbedingt sehr dünn aus, dann plustert es sich wie gewünscht auf!)

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Huhau und hottehü

Ajale pixabay napoleon

In einer lauen Sommernacht des Jahres 1815 bereitet der französische Maître Marie-Antoine Carême in der Küche eines feudalen Hauses in Paris einige seiner berühmten Delikatessen zu. Napoleon Bonapartes Niederlage bei Waterloo liegt 3 Wochen zurück, der selbstgekrönte Kaiser ist längst auf die Insel Elba verbannt, das Volk ist unruhig und zieht wütend durch die Straßen der französischen Hauptstadt. Das Wetter — es ist schwül, die Luft schwer — taugt nicht, um den Mob zu besänftigen.

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