Der Göppel

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Es gibt Wörter, die erklären nichts und treffen trotzdem. Göppel ist so ein Wort. Ein Wort, das vielleicht nicht jede:r versteht, aber fast jede:r schon mal gefühlt hat. Es ist ein Wort, das nach Werkstatt riecht, nach nassem Asphalt und nach Fluchen an einem Dienstagmorgen. Der Göppel ist das Fahrrad, das längst zu alt ist, … Weiterlesen

Strupierte Füße

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Manchmal stolpere ich über Wörter. Meist nicht über solche, die jede:r kennt und benutzt, eher über seltene, die klingen, als hätten sie schon einiges erlebt. Neulich bin ich auf „strupiert“ gestoßen. Ein Wort, das früher wohl viel häufiger durchs Leben torkelte als heute. Und das kam so:Damals gab es Telefonbücher, davor gab es Adressbücher. Soziokulturell … Weiterlesen

Honigkuchenpferd und Maikäfer

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Die Genese des Glücksgeflitters Meine Schweizer Schwiegermutter hat ein Fest gegeben und gestrahlt wie ein Maikäfer. Eigentlich war es ein Kaffeekränzchen hochbetagter Damen, aber sei es drum, der Maikäfer wunderte mich. In Deutschland hätten wir ein Honigkuchenpferd bemüht. Schauen wir mal! Eine kleine Linguistik der Glücksgesichter Im Deutschen grinsen wir wie ein Honigkuchenpferd oder strahlen … Weiterlesen

Georginen, Dahlien und Fontane

Georginen fontane dahlien

Von Namensgeschichten, literarischen Spuren und kolonialem Denken Die war nun selber keine »Försterei« mehr, sondern präsentierte sich als ein villenartiges Landhaus, auf dessen Vorplatz allerlei seltene Pflanzen im Freien oder in großen Kübeln standen: Aloe, Hortensien und Georginen, die gerade damals in die Mode gekommen waren. (Theodor Fontane, Fünf Schlösser, 1888/1889) Georginen? Noch nie gehört? … Weiterlesen

Kesse Sache

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Letztens teilte ein Kontakt auf LinkedIn seine Liste der aussterbenden Wörter, die wir unbedingt retten müssen. Ja, ich weiß, nur ein weiterer uninteressanter Post auf der Plattform. Neben belanglosen Wörtern, die ich nicht als „bedroht“ oder interessant ansehe, listete er das Wort „kess“.

Da dachte ich nach: Was fällt mir zum Adjektiv „kess“ ein?

„Kess“ stammt für mich aus einer Zeit, in der mich alte, weiße Männer „Fräulein Bärbel“ nannten, was mich bereits als 10-Jährige gestört hat. Eine Bärbel war und ist für mich steinalt und langweilig, das bin ich nicht. Genau wie „Babsi“, das finde ich ganz, ganz schrecklich, klingt nach „Wendy“ oder sonstigen Mädchenromanen. Oder wenn ich in der Deutschschweiz zu „‘s Bärbeli“ werde, weil Diminutive und Kosenamen so schön sind. Nein, sind sie nicht. Ich heiße Barbara. Punkt. Zurück zu „kess“.

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Vom Klönen und Chlönen.

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Klönen war für mich immer ein norddeutsches Verb, genau wie Klönschnack eine typische Hamburger Sache ist. Und dann kommt mein weltbester Mann (gebürtiger Zürcher) um die Ecke und sagt: Ach, das ewige Geklöne von …! Moment! Was hat er gesagt? Deutschschweizer kennen das Wort klönen? In der Deutschschweiz klönt jemand? Fast. Lust auf ein wenig Wortwissen und Etymologie zum Verb klönen? Könnt Ihr haben!

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